Wie Schnee

sturmvogel
Art song written for Danish alto Kristine Gether using a text by Austrian artist and poet Kurt Kramer.

[image: Sturmvogel by Kurt Kramer via wikicommons]

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DU KAMST WIE SCHNEE

DU KAMST WIE SCHNEE, GANZ LEISE
ZART UND DENNOCH WIRKLICHKEIT
UND NAHMST MICH AN DER HAND UND FÜHRTEST MICH
LANGE TAGE, DIE IM FLUG VERGINGEN,
STUNDEN VOLLER GLÜCK.

DER WIND VERBIEGT DIE BLUMEN,
DIE ICH DIR NIE SCHENKTE,
ZU KRUMMEN STÄNGELN OHNE BLÄTTER,
DER WIND FEGT DIE GEDANKEN FORT,
DIE ICH ZU DIR LENKTE.

DU GINGST WIE SCHNEE. DIE SONNE HOLTE DICH ZURÜCK.

DOCH WENN ICH MEINE AUGEN SCHLIESSE,
MUSS ICH AN DICH DENKEN
WIE AN EIN WUNDERBARES, FERNES LAND.
DER DUFT DER BLUMEN, FRÜHLING.
LANG IST MEIN WINTER, DOCH IRGENDWANN, VIELLEICHT
HAT MICH EIN SONNENSTRAHL ERREICHT,
DER DICH MIR WIEDERBRINGEN WIRD.

DU KAMST WIE SCHNEE.

— Kurt Kramer (1945–2008) [used by permission of the poet’s estate]

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